Wohnmobil trotz COPD

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Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon muugel » 14.11.2017 - 10:11:08

Hallo zusammen,

bei mir wurde eine COPD der Stufe 4 diagnostiziert.

Nun meine Frage:
Hat jemand von euch Erfahrung mit dieser Krankheit und ist trotzdem mit dem Womo unterwegs???
Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Gruß aus der Pfalz
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon Chief_U » 14.11.2017 - 10:34:21

Hallo Muugel,

musste erstmal nachsehen, was COPD 4 überhaupt ist. ich wünsche Dir, daß Du Dich damit arrangierst und klar kommst.

Zum Wohnmobil fahren:
Du solltest es mir Dir selbst ausmachen, ob Du es Dir zutraust oder nicht! Und bespreche dies mit dem Arzt Deines Vertrauens.
Fährst Du solo oder mit Begleitung? Mit Begleitung ist etliches einfacher.
Gute Besserung.
Grüsse

Chief_U / Uwe

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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon muugel » 11.12.2017 - 13:04:32

es ist schön das du mir geantwortet hast....
dachte hier gibt es Leutz mit Erfahrung ...
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon Gimmund » 11.12.2017 - 14:14:25

Ich hatte Schlaganfälle, hatte Herzinfarkte, leide an Herzschwäche - und trotzdem geht es mir den Umständen entsprechend gut.
Ich fühle mich gut, nur komme ich halt sehr leicht aus der Puste.
Fahre aber allen Krankheiten zum Trotz allein mit dem Gespann durch Europa - wenn es mit mal nicht so gut geht - dann lass ich es halt.

Mein Kardiologe sagt, solange ich mich gut fühle spricht nichts gegen Urlaubsfahrten.
Auf meinen Vorschlag, den Wowa in Spanien stehen zu lassen und solo mit dem PKW die Strecke zu machen, riet er mir ab. Wenn Sie mit dem Gespann fahren und sich unwohl fühlen können Sie sich auf den nächsten Parkplatz "retten" und sich hinlegen. Solo sucht man sich erst einmal ein Hotel.

Meine Nephrologin hätte es am liebsten, wenn ich meinen Führerschein abgebe.

Wenn dich deine Krankheit nicht akut behindert, fahre dein Womo.

Letztendlich muss das aber jeder mit sich selbst ausmachen.
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon Hajot » 11.12.2017 - 17:24:31

Hallo Muugel,

wie schon meine Vorschreiber angemerkt haben trifft der Patient für sich selbst die Entscheidung, ob er sich dazu in der Lage fühlt. Bei Stadium IV weicht die Lungenfunktion schon um bis zu 70 % von der Normalversorgung ab, was eine dauerhafte Sauerstoffunterfunktion zur Folge hat. Insofern müssen die Fahrten auch gut geplant sein. Wenn Du Dich gut fühlst, dann mach das, was Du gerne machen möchtest, von Solofahrten würde ich persönlich jedoch Abstand nehmen.

Ich selbst hatte auf meiner letzten Fahrt einen Infarkt erlitten und habe jetzt eine Herzinsuffizienz. Ich werde mich davon aber nicht abhalten lassen weitere WoMo-Fahrten zu unternehmen. Diese werden zukünftig nur anders geplant werden und zuerst einmal keine Fernreisen beinhalten.

Gruß
Hans-Jürgen :D
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon 4art » 13.12.2017 - 08:26:45

Keine COPD bei mir - aber Asthma. Die beiden Krankheiten sind nicht gleich - aber verwandt.

Bei mir ist es so, dass ich stark auf folgende zwei Elemente reagiere: Tierschuppen (Hunde und Katzen) sowie Formaldehyd. Beides sind Schadstoffe, die in Womos durchaus auftreten können. Ich steige beispielsweise in eine Womo ein und merke sofort, ob ein Hund mitgereist war - ohne dass man was riecht! Formaldehyd war grade in den älteren Adrias (und anderen Südlaendern) ein Problem. Auch das merke ich sofort, da meine Bronchien auf das reagieren.

Danebst ist halt das Reisen mit dem Womo auch so eine Sache durch die Staub- oder allenfalls Pollenbelastung. Bei uns hat in staubbelasteten Gegenden geholfen, mit dem Mückenschutz zu lüften oder halt aktive Deckenlüfting mit Filter. Dieser sollte allerdings oft gewechselt werden.

Und alles in allem: Gerade Atemwegserkrankungen reagieren ja gerne mal auf das psychische Wohlbefinden. Und dieses ist bei mir beim Womoreisen auf jeden Fall derart gut, dass mir das Atmen sowieso leichter fällt.
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon muugel » 15.12.2017 - 10:52:43

Danke für die vielen antworten,
mein Problem, ich brauche 24h O² und Nachts zusätzlich ein Beatmungsgerät. Also bin ich Strom abhängig.
Meine Erfahrung der letzten Jahre: Mann muss viel Glück haben um auf Stellplätzen ein Stromanschluss zu bekommen.
Momentan denke ich, das ich das WOMO verkaufe.
Grüße aus der Pfalz
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon Hajot » 15.12.2017 - 11:35:45

muugel hat geschrieben: mein Problem, ich brauche 24h O² und Nachts zusätzlich ein Beatmungsgerät. Also bin ich Strom abhängig.


Hallo Muugel,

genau das hatte ich bei Stufe IV befürchtet. Bezüglich der Stromversorgung kannst Du ja auch mit dem WoMo Campingplätze anfahren, damit wäre die Stromversorgung sicher gestellt. Auch die Erhöhung der Stromkapazität beim WoMo mit Einbau eines Wechselrichters wäre eine Option.
Letztendlich trifft Du aber für Dich persönlich die Entscheidung wie es mit dem WoMo weitergehen soll.
Persönlich wünsche ich Dir alles erdenklich Gute.

Gruß
Hans-Jürgen
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon Allhie » 15.12.2017 - 18:24:23

Hallo Muugel,

Ich bin zwar persönlich nicht betroffen, bin aber durch meinen Beruf mit der Krankheit vertraut.
Natürlich ist es aufwendig, mit dem Beatmungsgerät und dem Sauerstoff unterwegs zu sein. Aber Hans-Jürgen hat dir schon Möglichkeiten aufgezeigt, um das Stromproblem zu lösen, bzw. zu verkleinern . Es bleibt, wie er schon geschrieben hat letztlich deine Entscheidung.
Worüber du aber auch nachdenken solltest: Mit etwas Umbau (Erhöhung der Batteriekapazität, Wechselrichter, evtl Generator/Brennstoffzelle) kannst du noch einige Zeit mit einem Mobil unterwegs sein. Selbst das Übernachten im eigenen Mobil (= eigenen Bett) ist kein Problem. Wenn du dein Fahrzeug verkaufst gibst du diese Freiheit und Lebensqualität auf.

Ich wünsche dir alles Gute bei deiner Entscheidung.

Allhie.
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon Schnarchi-x » 17.12.2017 - 15:36:44

Moin Muugel,

ich bin hochgradiger Schlafapnoiker und von daher auf meinen "Pustefix" (= Überdruck-Beatmungsgerät) angewiesen, reise aber trotzdem mit dem Womo.

Für eine tragfähige Lösung für dich hier meine ersten beiden Fragen an dich:

Ist dein Beatmungsgerät auf 230V angewiesen oder kannst du es auch mit 12V betreiben?

Wie hoch ist der Stromverbrauch und die Betriebsdauer deines Beatmungsgeräts?
Viele Grüße aus Bergedorf, Ralf :-)

»Ach!« - spricht er - »Die größte Freud' ist doch die Zufriedenheit!!« - Wilhelm Busch

Die Seele sprach zum Körper: "Der Mensch hört nicht auf mich, sage du es ihm".
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon muugel » 19.12.2017 - 14:38:18

Hallo,
ich habe ein „Prisma Vent 30“ ein Trafo für dieses Gerät benötigt glaube ich12V / 200W max und auf Dauer 180W .
Die Dauer ? Na ja sagen wir mal max 8h Schlaf.
Dazu brauch ich momentan noch O² 2l/h.
Was für ein O² Konzentrator ich benutzen darf und was er an Leistung hat weis ich noch nicht.

Das Womo ist Knauss Traveler 545 EZ89 bz Bj 86

Nochmals Danke für die Antworten... :)
langsam denke ich es könnte doch gehen, dank Solar. ist halt ne Kostenfragen.
Grüße von der SÜW
muugel
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon Schnarchi-x » 20.12.2017 - 08:57:42

Moin Muugel,

es geht alles, es ist nur eine Frage, wie. ;-) Und daran arbeiten wir jetzt.

Mache dich mal bitte bei deinem Versorger oder direkt bei Heinen&Löwenstein schlau,
1. ob du das Prisma Vent 30 auch direkt an einem 12V-Bordnetz (das kann ja schließlich auch zeitweise bis zu 15V haben) betreiben kannst und
2. wie hoch die tatsächliche Stromaufnahme bei 230V- und ggf. 12V-Betrieb bei deinem erforderlichen Druck ist.
Dazu sollte ein Telefonanruf ausreichen. Die Techniker meines Versorgers (Anamed) haben dafür Tabellen. Das kann nämlich ganz schön von der "Papierlage" in den Handbüchern abweichen. Nur ein Beispiel dazu: Mein Beatmungsgerät Somnia S2 verbrät nach "Papierlage" angeblich bei 230V 1A und bei 12V 3A je Stunde. Bei meiner Einstellung komme ich aber bei 12V mit 0,8A aus, also ca. 10W. Ein kleiner Unterschied, der sich aber gewaltig bei der erforderlichen Batteriekapazität (bei angenommenen 10 Stunden von 8Ah bis zu 192Ah nur für das Beatmungsgerät) bemerkbar macht.

Wenn wir diese Daten für dein Beatmungsgerät und für deinen O²-Konzentrator (mit Betriebsdauer!, denn da habe ich absolut keine Ahnung) zusammen haben, wissen wir, welche Spannungen wir benötigen und um welche Strommengen es sich handelt. Dann können wir gemeinsam eine Idee entwickeln, was dein Womo an zusätzlicher Technik braucht.
Viele Grüße aus Bergedorf, Ralf :-)

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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon RaiWo » 20.12.2017 - 09:46:19

Servus!
Unser Prisma benötigt 37 V.
Da war nix mit Direktanschluss an das Bordnetz. Also erst Trafo für 12 V auf 230 V und dann wieder Netzgerät .
Daher immer wenn möglich Landstrom.
CU
Wolf
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon ubruesch » 20.12.2017 - 18:32:55

In der Bedienungsanleitung steht das es max 100 W und ein Strom von 0,48 A braucht.
Außerdem kann es auch mit einem Akku betrieben werden für den Notfall wenn der Strom ausfällt.
Sollte also alles möglich sein und so wie ich das in der Bedienungsanleitung sehe gibt es sogar einen Wechselrichter gleich für das Gerät.
Ein Anruf beim Hersteller sollte alle Fragen klären.

Udo
Hymer Camp 64, Bj 91, 2,5 TD, 95 gnadenlose PS, Plakette Grün und das bei dem Alter
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Re: Wohnmobil trotz COPD

Beitragvon muugel » 22.12.2017 - 12:46:31

Hallo,

der Akku ist nur beim Prisma Vent 50 dabei.
Da ich noch selbständig Atmen kann bekomme ich von der Kasse nur den Vent 30 und der ist eben ohne Akku( auch ein nachrüsten ist nicht möglich ). Ein 12V Anschluss kann ich zukaufen das ist richtig.

Zuhause benutze ich eine O² Gasflasche die alle 14Tage aufgeladen wird.

Nächstes Jahr geht's wieder zur Vorsorgeuntersuchung beim Pneumologe dort werde ich erfragen welchen O² Konzentrator (wenn überhaupt) ich benutzen darf. Wenn das machbar ist, erkundige ich mich, über einen geeigneten Konzentrator und den Stromverbrauch beider Geräte beim Hersteller.

Schnarchi-x ich wäre dir sehr dankbar ( Allen anderen natürlich auch ) für deine ( eure ) Meinung.

Grüße aus der Pfalz und ein frohes Weihnachtsfest.
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