Wann brechen die WoMo-Verkäufe ein? Wann mehr Gebrauchte?

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Re: Wann brechen die WoMo-Verkäufe ein? Wann mehr Gebrauchte

Beitragvon masure » 12.01.2022 - 20:09:07

MobilLoewe hat geschrieben:
masure hat geschrieben:Dazu ein paar Erleichterungen
In unserem Alter volle Hütte an Assistenten


Da fehlt mir hier der Danke und der Daumen hoch Button bzw Smiley :D
LG
Peter
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masure
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Re: Wann brechen die WoMo-Verkäufe ein? Wann mehr Gebrauchte

Beitragvon Seekater » 13.01.2022 - 20:52:01

Sparks hat geschrieben:
Seekater hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben,
Ich befürchte es wird ein "Ende mit Schrecken" geben:
Könnte im nächsten Herbst/Winter allmählich in diese Richtung gehen, falls wir ein langes verregnetes Frühjahr haben auch früher ...... (alles subjektives Empfinden, nur so eine Idee wie es laufen könnte - die Toilettenpapier-Knappheit in der ersten Corona-Welle hat ja auch zum totalen Toiletten-Papier-Überfluss danach geführt).

SG
Seekater

Aber im Gegensatz zu Toilettenpappier, sind Womos kein Verbrauchsartikel. Da dauert es etwas länger bis das der Markt sich einpendelt. Mal sehen was kommt. Man könnte ja mal einen Wett-Thread aufmachen, welche Hersteller überleben.


Korrekt, doch die Reaktivität der Hersteller ist auch etwas langsamer. Sowie ein "Abspringen" der Käufer von den Langzeit-Verträgen einsetzt, wird es schwierig. Kennt jemand aktuelle Klauseln der Langzeit-Kaufverträge, wie leicht/schwierig kommt man da raus?
Und ob dann der Punkt zum Runterfahren oder gar Anhalten der Fertigung richtig getroffen werden kann, wenn erst einmal ein Auflösungsprozess von Langzeit-Kaufverträgen begonnen hat......

Werden Langzeit-Kaufverträge irgendwann umgewandelt in "normale" Kaufverträge?

Vor allen Dingen sind dann noch Folgeerscheinungen drin: Wenn die Übersättigung des Marktes da ist, wird mit Übernahme eines Neufahrzeuges das Auto quasi unverkäuflich sein und Neufahrzeuge einige Zeit unmöglich sein. Man müsste also freiwillig, jetzt während dem Hype die Fertigungsrate begrenzen, so dass eine Neufahrzeug-Übersättigung gar nicht eintritt und man auch in 4 Jahren noch produzieren kann. Das wird aber keiner machen. Weil man lieber jetzt möglichst viel umsetzt als in Zukunft gut dazustehen. Außerdem müßten das ja alle Hersteller im Markt gleichzeitig machen. Und sowieso weiss ja niemand, wann/ob denn eine Übersättigung des Marktes denn je eintreten wird. Wer würde also freiwillig jetzt die Fertigung drosseln und freiwillig im Buch stehende Kaufverträge verlieren? Wohl niemand.

Doch sind Kaufverträge mit Lieferfrist in ca. 3,5 Jahren überhaupt etwas wert? Oder sind in 3,5 Jahren sowieso alle Käufer "abgesprungen" und die Fertigung steht?

Oder anderer Gedanke: Wieviele Käufer können sich - bei wasserdichtem Vertrag - in 3,5 Jahren das dann extrem teure, total veraltete Fahrzeug, überhaupt noch leisten? Oder wieviele wollen es dann überhaupt noch haben? Oder kann der Hersteller in 3,5 Jahren den Vertrag überhaupt noch erfüllen - Basisfahrzeug nicht mehr lieferbar, Aufbauteile nicht mehr lieferbar - das baubare Fahrzeug weicht zu sehr vom Kaufvertrag ab, der Käufer kann zurücktreten.

Also hier ist seeeeehr viel ganz neuer Zündstoff drin.

Beschäftigt sich irgendjemand "im Markt" mit derartigen Fragen? Wenn ich Euch richtig verstanden habe, wird die "Verkäufer-Nase" doch aktuell sehr hoch getragen, produziert was möglich ist und fertig. Und die "Erstkäufer" haben von so etwas keine Ahnung und erst recht nicht von ihren eigenen Bedürfnissen in 3,5 Jahren. Da passen meine obigen Gedanken doch nirgends rein..... weder beim Käufer noch beim Verkäufer. Also wird das Desaster - hoffentlich nicht so ausgeprägt - eintreten.

Ich hoffe sehr dass ich mich täusche (oder dass der Effekt vieeeeeel kleiner ist, als es hier im Thread den Anschein hat). In sofern bitte ich um Verständnis, dass ich in das andiskutierte Wett-geschehen nicht eintreten werde. Ich möchte ja gar nicht, dass meine Ansicht eintritt.

SG
Seekater
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Re: Wann brechen die WoMo-Verkäufe ein? Wann mehr Gebrauchte

Beitragvon Schwedenopa » 14.01.2022 - 11:01:16

Hallo!

Seekater hat geschrieben:Kennt jemand aktuelle Klauseln der Langzeit-Kaufverträge, wie leicht/schwierig kommt man da raus?

Eine nachträgliche Preiserhöhung durch den Verkäufer kann nur dann erfolgen, wenn dies vertraglich vereinbart wurde. Eine solche Vereinbarung setzt eine vereinbarte Lieferfrist von mindestens 4 Monaten voraus, ist also nur bei Langzeit-Kaufverträgen überhaupt möglich. Außerdem muss im Vertrag klar bestimmt werden, unter welchen Voraussetzungen (z.B. beim Womo: Preiserhöhung beim Basisfahrzeughersteller) der Preis erhöht werden darf. Und es muss klargestellt sein, dass bei Eintritt der gegenteiligen Voraussetzungen (z.B. Preissenkung beim Basisfahrzeughersteller) der Kaufpreis auch nach unten angepasst wird. Und schließlich führt eine Preiserhöhung um mehr als 5% laut geltender Rechtsprechung zu einem Rücktrittsrecht des Käufers. Dies gilt ausdrücklich auch dann, wenn die Preiserhöhung in mehreren Schritten erfolgt.

Ansonsten sehe ich die Situation wie folgt:

Der Wohnmobilmarkt steht ja zur Zeit von zwei Seiten unter Druck. Da ist zum einen die - zum Teil pandemiebedingt - gestiegene Nachfrage. Und da sind zum anderen die Lieferschwierigkeiten bei den Basisfahrzeugherstellern.

Ersteres wird irgendwann wieder abflauen, möglicherweise schon in einigen Monaten. Einige pandemiemotivierte Spontankäufer werden versuchen, aus ihren Verträgen wieder herauszukommen bzw. die schon erhaltenen Fahrzeuge verkaufen, sobald die Malediven, die Dominikanische Republik, etc. wieder locken.

Zweiteres aber wird uns noch einige Zeit länger beschäftigen. Denn sobald die Basisfahrzeughersteller ihre Produktion hochfahren können, werden zuerst mal die wirklichen Großabnehmer beliefert werden. Und das sind nun mal nicht die Womo-Hersteller! Sondern vielmehr die großen Logistikkonzerne. Selbst ein Womo-Riese wie z.B. Hymer dürfte im Vergleich zu einem durchschnittlichen Logistikkonzern nur ein kleiner Fisch sein. Ich kann mir daher leider gut vorstellen, dass so mancher kleine Womo-Hersteller nicht überleben wird.

MfG
Gerhard
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Re: Wann brechen die WoMo-Verkäufe ein? Wann mehr Gebrauchte

Beitragvon MobilLoewe » 23.01.2022 - 12:00:08

Schwedenopa hat geschrieben:Der Wohnmobilmarkt steht ja zur Zeit von zwei Seiten unter Druck. Da ist zum einen die - zum Teil pandemiebedingt - gestiegene Nachfrage. Und da sind zum anderen die Lieferschwierigkeiten bei den Basisfahrzeugherstellern.

Ersteres wird irgendwann wieder abflauen, möglicherweise schon in einigen Monaten. Einige pandemiemotivierte Spontankäufer werden versuchen, aus ihren Verträgen wieder herauszukommen bzw. die schon erhaltenen Fahrzeuge verkaufen, sobald die Malediven, die Dominikanische Republik, etc. wieder locken.
Das ist alles ein wenig aus der Glaskugel gelesen. :lol: Aber wie auch immer, jetzt passiert das Leben, warten kann man sich ab einem gewissen Alter nicht mehr erlauben. Verzichten oder nicht, das ist die Frage alles Fragen. Mir war es wichtig ein modernes Fahrgestell zu fahren, dass mit vielen Assistenten ausgerüstet ist, man wird ja nicht jünger und das Reaktionsvermögen nicht besser.
Es grüßt
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Re: Wann brechen die WoMo-Verkäufe ein? Wann mehr Gebrauchte

Beitragvon eisloewe » 23.01.2022 - 19:16:27

Denke, dass die Verkäufe zukünftig steigen, da viele die Kosten für Wohnmobil oder Campingurlaub unterschätzen. Sieht ja gut aus in der Werbung, Frühstück auf Grünfläche vor Womo mit See im Hintergrund - Realität- ? Ich denke die "alten" Wohnmobilisten wissen was ich meine. Kosten für Stell- und Campingplätze sind so hoch, dass ich eine Ferienwohnung bezahlen kann. Die Anschaffung kostet sehr viel, Finanzierung ist Fehl am Platz, ich brauche die nitwendigen Geldmittel in bar. Klar während dr heissen Phase der Coronapandämie war es toll, fast kontaktlos etc.
Aber die Realität sieht anders aus.

Viele Grüße

PS: Anek Griechenalnd ist gebucht.
Wenn die Menschen nur über das sprächen,
was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
(Albert Einstein)
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Re: Wann brechen die WoMo-Verkäufe ein? Wann mehr Gebrauchte

Beitragvon MobilLoewe » 23.01.2022 - 23:10:25

eisloewe hat geschrieben:PS: Anek Griechenalnd ist gebucht.
Super!

Wir waren jeweils in den Spätsommern 2020 und 2022 in Griechenland, keinerlei Probleme. Natürlich haben wir uns an die Regeln gehalten. Dieses Jahr werden wir die 7 bis 8 Wochen aufteilen. voraussichtlich erst Italien und dann eventuell ab Brindisi mal eben in 8 Stunden nach Igoumenitsa.

Sorry für OT.
Es grüßt
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